zS…01 – los geht´s…

Jetzt ist es also soweit – der Reisebegleiter ist gefunden und steht, wohl behütet, im Trockenen.
Lange hat die Suche nicht gedauert, von der Idee bis zum Kauf sind knapp 2 Monate vergangen,
und wirklich glauben konnten wir alles erst, als der Kaufvertrag unterschrieben und
das Wohnmobil auf dem Weg in den Heimathafen war.
Und da steht er jetzt und wartet darauf, dass im Sommer 2017 die Reise endlich startet.

Die Idee zur Schottlandreise entstand im hintersten Hinterland Vietnams. In einem Baucontainer,
der zu einem Ein-Zimmer-Appartment umgebaut wurde, mit Klimaanlage, jedoch ab 23Uhr ohne Strom,
inmitten einer Teeplantage.

AV-Teeplantage

Dorthin hat es mich und 5 Mitstreiter des „Abenteuer Vietnam“ hinverschlagen –
ein Selbstfindungstrip der besonderen Art, geleitet von einem Hochzeitsfotografen,
der das Reisen und die Fotografie über alles stellt.
Der uns allen den Kopf mal mächtig gewaschen hat, und zwar im Schleudergang,
um unsere alten, längst eingefahrenen Routinen aufzurütteln und uns neue Sichtweisen zu zeigen.
Und da liege ich, kurz nach Mitternacht, und schmiede Pläne für das nächste Jahr.
Grüble nach und mache mir Notizen, und in großen Buchstaben steht da:

PLAN B – Wohnmobil kaufen, Reise machen, Zeit genießen.

Und so gut Plan A auch war – gegen Plan B hatte er, nachdem ich aus Vietnam, vollgeladen mit guten Ideen,
zurückkam nach Österreich und in mein „altes“ Leben gespuckt wurde, keine Chance.
Den Überraschungseffekt nutzte ich aus, zog meine Frau mit an Board, ohne die ich dieses Wagnis niemals gestartet hätte;
wir kratzten die letzten Kröten zusammen und pfiffen auf Garten- und Balkongestaltung
und kauften ein altes, solides Wohnmobil. Die Suche nach eben diesem war einfach und schnell erledigt.
Sobald es fix war und Plan B als das Ziel für den kommenden Sommer galt,
war innerhalb von 3 Wochen das Wohnmobil vor der Haustür;
ein 20Jahre altes, auf Ford Transit Basis aufgebautes, kleines, feines Fahrzeug.

...los geht´s...
Solide 83 (Saugdiesel) PS standen auf dem Papier, keine Servolenkung, keine Klimaanlage.
43.300km, ein gutes Fahrwerk und ein netter Innenraum sollten uns eine schöne Reise bescheren.
Da der Winter vor der Tür stand, es war ja bereits Ende Oktober, konnte der Wagen gerade noch eben
vor dem ersten Schneefall in das trockene Winterquartier überstellt werden –
und da ich besonders im Winter sehr viele Wochen im In- und Ausland arbeite,
stand er bis April und wartete geduldig, abgeholt zu werden.
Und als er dann endlich vor unserem Haus stand, kam zum ersten Mal der Gedanke:

„FUCK! Was hab´ ich mir bloß dabei gedacht….“

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