zS…08 – Saarland-Love

Saarland ?
Keine Ahnung, irgendwo in Deutschland.
Mehr weiß ich nicht darüber – aber jetzt, einen Tag danach, bleibt nur zu sagen: unglaublich!

Wenn man mit offenem Herzen und gutem Glauben durch die Welt bummelt, dann trifft man die wunderbarsten Menschen!

Wir starten etwas später – es sind ja Ferien – wir haben etwas länger geschlafen und gemütlich gefrühstückt.
Samuel möchte unbedingt so viele Länder wie möglich sehen, daher werde ich in Richtung Saarbrücken fahren, möglichst nahe zur deutsch-französischen Grenze. Die Fahrt dauert nicht besonders lange, etwa 2 1/2 Stunden, die Hitze macht uns aber ziemlich zu schaffen.
Ein Auto ohne Klimaanlage und einigen Fenstern heizt sich mit der Zeit extrem auf, wir haben 34Grad (Innentemperatur, wohlgemerkt – eine Außenanzeige haben wir nicht) und wir schwitzen.
Saarbrücken liegt kurz vor uns, Google ist mein Freund und bringt uns in ein tolles Schwimmbad (Schwarzenbergbad).
Wir verbringen hier den Großteil des Nachmittags, und bevor es Abend wird starten wir nochmal ALF und fahren, wie könnte es anders sein, nach Frankreich.
Samuel ist von der Idee und auch der Umsetzung schwer begeistert, auf der ersten Autobahnabfahrt nach der Grenze fahre ich ab, um einen guten Schlafplatz zu finden. Auf der Suche fahren wir durch mehrere Orte, bis ich einen riesigen Spielplatz mit angeschlossenem Parkplatz finde, ruhig gelegen mitten in einer kleinen Ortschaft.
Kaum angekommen schicke ich die Kids natürlich sofort zum spielen, um in Ruhe das Abendessen zu kochen und die Schlafplätze vorzubereiten – als ich vis a vis vor einem Haus einen Mann sehe, der zu mir herüber redet und gestekuliert.
Etwas verlegen gehe ich zu ihm und erkläre, dass ich leider kein französisch spreche, nur Englisch. Worauf er auf Deutsch fragt, ob ich Österreicher wäre – und ich ziemlich verdutzt bin. Jaja, erklärt er, ich komme vermutlich aus Frankreich, aber hinter dem Hügel sei doch wieder die Grenze, und ich bin bereits in Deutschland – ohne es gemerkt zu haben.
Wir reden auf der Gasse, beinahe wie zu Hause, er erzählt von seinem Wohnmobil und nach ein paar Minuten muß ich ihn unterbrechen –
die Kinder haben Hunger und wollen bald essen, ich müsse noch kochen und alles für die Nacht vorbereiten.
Michael meint nur gelassen, ich soll mir da keinen Streß machen, er sei einer der besten „Schwenker“ in der Ortschaft, und wir können gerne zu ihm in den Garten kommen…er lade uns ein.
Und das „Schwenken“ – das ist Grillen, nur auf saarländisch auf einem 3-Bein-Schwenkgrill.

Da muß ich nicht lange nachdenken, und ehe ich mich versehe, ist er schon in seinem Garten und hat das Feuer angezündet.
Ich mache die Betten und bereite alles für die Nacht vor, da riecht es auch schon herrlich zu uns herüber – die Kinder kommen wie gerufen, und wir genießen einen unglaublich gemütlichen Abend in Michael´s Garten.
Und falls Du das hier liest: Danke für Deine Gastfreundschaft, es war echt lässig, mal nicht für alles verantwortlich zu sein und sich gemütlich zurückzulehnen und eine herrliche „schwenkerei“ zu genießen!

 

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