zS…09 – Wochenrückblick (1)

Mittlerweile sind wir von Österreich nach Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Belgien gereist, wo wir heute, am Sonntag, übernachten.
Der 7.te Reisetag mit den Kids, Zeit für ein kurzes Résumé…

Einfach ?
Bei Gott nicht…
Leute, wer immer das auch liest – es ist kein zuckerschlecken und „ka gmahde Wies´n“, ganz im Gegenteil.
Es ist fluchen, wenn auch meistens still.
Es ist in einen imaginären Polster schreien, aber leise.
Es ist Zähne zusammenbeißen und runterschlucken – und versuchen, nicht die Nerven zu verlieren.

Vieles liest sich hier leicht, geschmeidig, chillig, entspannt.
Natürlich schreibe ich lieber die schönen Sachen für mich und Euch hier nieder.
Aber ganz so easy-cheesy ist es dann doch nicht.

Für alle, die Kinder haben: Sperrt euch mit den Rabauken in einen Raum, ca. 6 quadratmeter groß inklusive Küche, Bad/WC und Fahrgastzelle + etwa 2 quadratmeter, die aber nur 80cm hoch sind. Dazu pralle Sonne den ganzen Tag und keine Kühlung, nur ein Ventilator (das ist die Belüftung), ein ständig lautes, sonores brummen des Motors und dazwischen immer wieder Kindergeschrei, weil irgendwer (schon wieder!) irgendwem etwas gesagt, getan, genommen,…. was weiß ich was halt tut.
Und kaum ist der Motor abgestellt, mal kurz der Schweiß von der Stirn gewischt, geht die Jammerei los…heiß, Hunger, Durst, will ins Schwimmbad, muß auf´s Klo, warum fahren wir so lange, warum nicht schneller, wo ist Mami, wann kommt sie endlich,….

Nein, einfach ist es nicht.
Und dann, wenn das Tagwerk vollbracht ist, dann geht´s los mit Abendessen kochen, 2 Gasplatten stehen zur Verfügung –
in dieser Zeit helfen die Kids, wenn sie sich nicht zanken, brav mit.
Tisch decken, essen, den Abwasch erledigen, alles wegräumen, Betten aufbauen, alles verstauen, Gewand wegräumen, Handtücher trocknen, Zähne putzen und auf´s Klo geh´n, vielleicht noch fernsehen, und irgendwann gegen 22:30Uhr dann: Licht aus und Rückzug ins „obere Stockwerk“.

Und dann mal durchschnaufen.
Und darüber nachdenken, was der Tag gebracht hat an Großartigkeiten…
2 Kinder, glücklich, die viel lachen, sich ärgern, sich zanken, sich lieben.
Einen Papa, der versucht, alles so gut wie möglich zu machen und ab und zu sogar ohne Ermahnung ein Danke bekommt.
Ein kleines Mädl, das in einem unbeobachteten Moment auf der Wiese spaziert und leise vor sich hersummt, wie toll der Papi ist.
Einen Jungen, vorpubertierend, der stolz seinen Weltatlas in den Händen hält und erzählt, in welchen Ländern er jetzt schon gewesen ist und wohin er noch fahren wird…und nächstes Jahr dann nach Bulgarien und spätestens mit 12 nach Afrika.
Blonde Haare, die in der Abendsonne glänzen und schmutzige Hände, die im Dreck spielen.

…und dann weiß ich, es war die einzig richtige Entscheidung, auch wenn es manchmal wirklich wirklich (!) schwer fällt, alles mit einem Lächeln zu ertragen und genau auf diese Momente zu warten…

 

 

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