zS…17 – Schottland, endlich!

Jetzt also beginnt es – wir verlassen die von Touristen überladene Stadt und machen uns auf den Weg.
Edinburgh ist bestimmt großartig, aber uns einfach zu viel von allem.
Die Touristenströme reißen nicht ab, die OldTown ist übervoll von Ihnen.
Das Jazzfest hat begonnen, und aus jedem Pub, von jedem Platz, auf jeder Brücke wird gejammt.
Großartig, um im Park zu liegen und einfach zuhören zu können.
Aber 2 Tage sind genug, und wir starten in Richtung Norden.

Als erstes passieren wir den Firth of Forth mit seiner imposanten Eisenbahn- bzw. Autobahnbrücke.
Unglaublich, wenn Du da drüber fährst und weißt, daß die alte Brücke bereits 1890 den Betrieb aufgenommen hat…

Und dann, schon bald darauf, endet die mehrspurige Autobahn, wird zu einer Schnellstraße und einer Bundesstraße.
Die Hauptverbindung rauf in Richtung Aberdeen.
Du riechst das Meer, die Möwen kreischen, der Wind weht Dir ständig frische Brisen von Salz und Wasser ins Wohnmobil.
Schafe stehen auf riesigen Wiesen, als ob jemand weiße Wattebausche verteilt und liegen gelassen hätte.
Der Duft von frisch gemähtem Gras, und überall Gerstefelder…wir nähern uns der Speyside.
Durch kleine Dörfer, entlang am Meer bis nach Stoneheaven, wo wir am späten Nachmittag eine Rast an einem wunderbaren Spielplatz eingelegt haben.
Wir stehen direkt daneben, kochen uns im ALF Kaffee, während die Kids draußen spielen und herumtollen.

Ein paar der Jugendliche sind mit den Fahrrädern unterwegs, es gibt einen kleinen Parcours, und ich komm nicht drum herum,
ein wenig mit ihnen ins Gespräch zu kommen und anschließend ein paar Fotos zu schießen –
Aden und Andrew machen gerne mit, wir tauschen die Emailadressen aus und verabschieden uns.

Die Reise geht weiter, bis wir an einem magischen Platz unser erstes „wildes“ Nachtquartier aufschlagen…
und zwar genau hier, direkt beim New Slains Castle.
Unglaublich diese Ruine – und auch die Nacht…Geisterstunde, wir gehen schlafen, und etwa 4Stunden später bin ich wieder auf den Beinen – der Sonnenaufgang steht bevor, Fotoapperat und Drohne sind bereit, und ich freu mich auf meine ersten Landschaftsbilder.
Es ist kalt, dicker Pulli alleine reicht nicht aus, und nach 2 Stunden verkrieche ich mich wieder in den Bauch von ALF, rein unter die warme Decke und weiterschlafen bis 9Uhr – so mag ich das.
Ein herrliches Frühstück im Freien bei perfektem Wetter und vor unglaublicher Kulisse, bevor wir wieder starten und die Fahrt durch das Land genießen.
Es geht bis nach Findhorn auf einen tollen Campingplatz – duschen, Abendessen, entspannen…
So kann es gerne weitergehen!


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