zS…18 – Laaaaangweilig!

„Papa, mir is´ sooooo fad“
„Dann mach was…“

Ich habe es damals gehaßt, in den Ferien, wenn mir fad war.
Ein wunderschöner Tag, nicht zu heiß, eigentlich ideal, um alles zu machen, was immer man will –
egal ob radfahren, fußballspielen, schwimmen, Freunde treffen, tischtennisspielen,…
So ein Tag mit blauem Himmel und den kleinen, weißen Schäfchenwolken.
Ein Tag, der schon am Vormittag ein Eis verspricht und am Nachmittag wird es dann mit dem Fahrrad vom Greisler abgeholt.
Wo man rumhängt im Garten, vielleicht im Schatten beim Baum, und ein Comic liest, zum tausendsten Mal.
So ein richtig cooler Tag, aber eigentlich fad.

Ein Tag, an dem nichts aufregendes passiert, nichts Neues entdeckt wird, keine Geschichten für die Enkelkinder.
Wo es keine Verletzungen gibt und daher keine Narben bleiben, wo man vielleicht den Fernseher einschaltet,
obwohl es draußen viel schöner wäre.
Stunden, in denen sich keiner um einen kümmert, nicht einmal Freunde sind da, die einem Vorschläge machen könnten.
Alles selbst erledigen, selbst verantwortlich sein für das Glück oder eben das Pech.

Jahre später gibt es solche Tage nicht mehr.
Alles wird verplant, sei es in der Arbeit oder auch privat.
Will man sich mit jemanden Treffen, wird zuerst der (Familien-) Kalender am Handy gequält, um einen passenden „Termin“ zu finden,
und sei es, um nur mit einem Kumpel ein Bier zu trinken.

Und heute…nix.
Gar nix.
Waschtag.
Kochen.
Ein MIttagsschlaf.
Den Kindern ein wenig beim spielen zusehen.
Warten, daß die Zeit vergeht.

Herrlich, mal einen Tag zu haben, an dem rein gar nichts passiert.
…solltet ihr, wenn ihr mal Zeit habt, unbedingt wieder machen – am besten mit einem Jolly-Eis am Nachmittag 🙂

 

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